Kongresse

Nationale und internationale Kongresse zum Themenbereich Endometriose 

Kongresse im Jahr 2020 und 2021

14. Deutschsprachiger Endometriosekongress in Duisburg

Vom 10. – 12. Juni 2021 findet in der Mercatorhalle In Duisburg der 14. Endometriosekongress deutschsprachiger Länder statt.
Kongresspräsident: Dr. med. Harald Krentel
Kongresssekretärt: Dr. med. Sebastian D. Schäfer

Weitere Informationen unter: www.if-kongress.de/veranstaltungen

 

Kongresse im Jahr 2019

Kongresse zum Thema Endometriose oder mit Themenschwerpunkt Endometriose

9. FOG Kongress, 19. – 21. September 2019, Maritim Hotel , Berlin
     – das aktuelle Programm finden Sie hier

13. Deutschsprachiger Endometriosekongress der SEF
23. – 25. 5. 2019 in Karlsruhe

5th Congress of SEUD (Society of endometriosis and uterine disorders) 16. 5. – 18. 5. 2019 in Montreal, Kanada

13. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2019

Der 13. Endometriose-Kongress deutschsprachiger Länder
findet vom 23. – 25. Mai 2019 in Karlsruhe statt.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Daniela Hornung und Prof. Dr. med. Andreas Müller

Tagungsort: Kongresszentrum Karlsruhe Gartenhalle

Organisation:  s. www.if-kongress.de

Das aktuelle Programm ist hier einzusehen und herunterzuladen

5. SEUD Congress (2019)

5th SEUD Congress  

will take place in Montreal/Cabada 16th – 18th May 2019 in the Hotel Bonaventure

The main theme of this meeting will be “Abnormal uterine bleeding and fibroids: from bench to bedside”. It reflects the very common issues gynecologists as well as general practicioners are faced with every day. Endometriosis and adenomyosis will also be at the forefront of this scientific program which will also feature debates, live surgical retransmissions, national symposia and sponsored symposia, free communications, posters and attractive pre-congress courses. Science is always evolving, new fundamental pathways are discovered, new imaging techniques to help make the most accurate diagnosis, new or revisited medical and surgical treatments; but most importantly, our goal is to put all of this together to offer a comprehensive program providing new knowledge, take home messages, tips and tricks, all for the better care of your patients.

Weitere Informationen unter:www.seud.org

 

4. European Congress on Endometriosis (2018)

4th European Congress on Endometriosis

has taken place in Vienna/Austria 22nd – 24th November 2018

Der 4th European Congress on Endometriosis (EEC2018)
hat vom 22. – 24. November 2018 in Wien, Österreich, stattgefunden.

Kongressmotto:
Endometriosis Upside Down: Come together to get the best vision against pain, bleeding and infertility”
Kongresssprache: Englisch
Der Kongress wurde von der World Endometriosis Society (WES) unterstützt.
Weitere Informationen unter: www.EEC2018.com

EEC2018_signature400.jpg
 

12. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2017

Der 12. Endometriose-Kongress deutschsprachiger Länder
fand vom 22. – 24. Juni 2017 in Berlin statt.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Uwe Ulrich

Tagungsort:
dbb forum Berlin
Friedrichstraße 169
10117 Berlin

Organisation:
s. www.if-kongress.de

Ankündigungsflyer:
Endometriosekongress Berlin 2017, ( 860 KB)

3rd European Congress on Endometriosis - 2016

has take place in Budapest, Hungary
from 17th – 19th November 2016

weitere Informationen unter: http://endometriosis2016.com

2. SEUD congress on Adenomyosis and Endometriosis (2016)

Second congress of SEUD

The title of the congress is
Adenomyosis: New vision for an old challenge
and will be held in Barcelona, Spain
on 12th – 14th May 2016.

The scientific program can be found here: http://seud.org/scientific-program/

11. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2015

11. Endometriosekongress deutschsprachiger Länder

Termin:
24. – 26 September 2015 in Köln
Leitung:
Prof. Dr. med. Thomas Römer
Kongressorganisation:
Conventus Kongressmanagement&Marketing GmbH
+49 3641 311 63 25

 

Endometriose-OP-Workshop 2014 Homburg

Endometriose OP-Workshop

Die Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikum des Saarlandes und
ETC-Saarbrücken veranstalten eine Endometriose-OP-Workshopinklusive Life-Surgery vom 13. – 15. 2. 2014
Ort:
 Gebäude 9, Kirrberger Straße, 66421 Homburg
Leitung:
 Prof. E.-F. Solomayer, Prof. K. Neis, Dr. K. Bühler

Programm:
Donnerstag, 13. 2. 2014
Präoperative Diagnostik, bildgebende Verfahren, Indikation zur Operation oder konservativer Therapie bei Schmerzen, Kinderwunsch und Chronifizierung, Operationstechniken, Klassifikation, operatives Vorgehen bei peritonealer, ovarieller und tief infiltrierender Endometriose, postoperatives Management, „Hands on“ Übungen
Freitag 14. 2. 2014
Life surgery und zwischendurch Vorträge zur Malignität, aktuellen Forschungsansätzen, Adenomyosis.
Nachmittags: Symposium zum Thema Endometriose für niedergelassene Frauenärzte und Frauenärztinnen
Samstag 15. 2. 2014
Hands on Übungen am Schwein: Peritonealablösung, Ureternaht, Ureterolyse, Versorgung Blasenläsion, Rektumteilresektion, Rektumanastomose, Lymphadenektomie

weitere Informationen unter: www.etc-gyn.de

10. Deutschprachiger Endometriosekongress 2013

10. Endometriosekongress deutschsprachiger Länder

25. – 27. April 2013
Tagungsort: Linz /Österreich

Kaufmännischer Verein
Bismarckstraße 1
A – 4020 Linz

Wiss. Leitung: 
Primarius PD Dr. med. P. Oppelt und 
Prim. Dr. med. W. Stummvoll

Themen:
Internationales Konsensusmeeting Diagnostik und Therapie der Endometriose heute
Was sagt uns die moderne Schmerzforschung?
Endometriose und Beruf
Endometriose und Fruchtbarkeitsstörung
Endometriose und späterer Kinderwunsch
Endometriose und Malignom
Optimale Diagnostik
Entwicklungen in der operativen Therapie

9. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2011

9. Endometriose-Kongress deutschsprachiger Länder

9. Endometriose-Kongress deutschsprachiger Länder
Tagungsort: Denzlingen / Breisgau
Termin: 1. – 4. Juni 2011
Tagungspräsident: Priv. Doz. Dr. med. Sillem,
Chefarzt der Frauenklinik Kreiskrankenhaus Emmendingen
Gartenstr. 44 in D – 79312 Emmendingen

Schwerpunkte:
Unterbauchschmerzen, Endokrine Therapien, Endoskopoische Operationestechniken, Endometriose und Alltagsleben.

Kongressorganisation
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Markt 8 in D – 07753 Jena
endometriose@conventus.de

  1. Konsequenzen für die PraxisUnter dem Motte „was mache ich ab Montag anders?“ hatte der Kongresspräsident für jede Sitzung Rapporteure verpflichtet, die praxisrelevanten Dinge zusammenzufassen.
  2. Posterpreise Endometriosekongress 2011

Zwei Poster wurden gleichwertig als die besten Postervorträge des Kongresses prämiert:

Preis A:

Spielen Neurotrophine in der Pathogenese von Endometrioseschmerzen eine Rolle?
*Barcena de Arellano ML1, Arnold J1, Vercellino F1, Chiantera V1, R_ster C1, Ebert A2, Schneider A1, Mechsner S1
1Endometriose Forschungslabor, Klinik für Gynäkologie mit Hochschulambulanz, Berlin, Deutschland; 2Vivantes Humboldt-Klinikum, Klinik für Gynäkologie, Berlin,Deutschland
Einleitung: Endometrioseläsionen setzen Schmerzmediatoren, wie Prostaglandine, Hista­mine, Kinine und Interleukine frei, die an der Aktivierung von peritonealen Nozizeptoren beteiligt sein sollen. Der Nachweis von myelinisierten und unmyelinisierten Nervenfasern im direkten Kontakt zu peritonealen Läsionen, sowie die Expression von Nervenwachstumsfak­toren, wie NGF oder Neurotrophin-3 (NT-3) lassen ein Einsprossen der Nervenfasern in die Endometrioseläsion hinein vermuten. Der Prozess der neurogenen Modulation durch Endo­metrioseläsionen scheint ein wichtiger Faktor in der Schmerzentstehung zu sein. Die Patho­genesemechanismen dieser Interaktion sind derzeitig unklar, daher sollten zunächst neu­rotrophe Faktoren der Endometriose (EM) weiter charakterisiert werden. In dieser Studie wurde der Einfluss von NGF auf die Neuromodulation mittels eines in vitro Assays weiter charakterisiert.
Materialen und Methoden: Nachweis von NGF mittels Immunfluoresenz in primären Zell­kulturen von Endometrioma (n = 5) und peritonealen Läsionen (n = 5). Doppelfärbungen zum Nachweis von Epithel-(Anti-Cytokeratin) und Stromazellen (Anti-Vimentin) wurden durchge­führt. Analyse der NGF Expression in der Douglasflüssigkeit (DF) sowie im konditionierten Medium (KM) von Frauen mit EM (n = 12) und ohne EM (n = 12) mittels Western Blot. Neu­ronaler Wachstumsassay: Analyse der neurotrophen Eigenschaften der DF und des KM der primären Endometriosezellkulturen von Frauen mit EM. Sensible Ganglien aus 8 – 9 Tage alten Hühnerembryonen wurden in DF oder im KM von EM Patientinnen und nicht-EM-Pati­entinnen inkubiert. Die Neuritenaussprossung wurde bestimmt und die Ganglien wurden mit Neurofilament und GAP 43 gefärbt.
Ergebnisse: In allen Endometriose Zellkulturen wurde NGF sowohl in Stroma- als auch in Epithelzellen mittels Immunfluoreszenz Doppelfärbung nachgewiesen. Die DF und das KM von Frauen mit EM zeigte im Vergleich zu der Kontroll­gruppe eine signifikant stärkere NGF Expression. Die Höhe der NGF Expression war unbe­einflusst von der Schmerzintensität oder der Symptomatik der EM Gruppe. Sensible Gang­lien, die mit DF oder mit KM von Frauen mit EM inkubiert wurden, zeigten eine signifikant höhere Neuritenaussprossung als die nicht EM Gruppe. Diese Aussprossung korreliert eben­falls nicht mit der Schmerzintensität. Die Neuritenaussprossung der Ganglien wurde mit Anti-NGF und K252a inhibiert.
Diskussion: Unsere Daten zeigen die Expression von NGF in peritonealen und ovariellen Endometrioseläsionen, in der DF sowie in KM von EM-Patientinnen. Der in vitro neuronale Assay zeigte, dass die DF und das KM von EM Patientinnen eine NGFabhängige Ausspros­sung der sensiblen Neuriten induziert. Diese Daten belegen neurotrophe Eigenschaften der Endometriose und lassen vermuten, dass NGF eine wichtige Rolle spielt.

Preis B:

Expression pattern of GPR30 in endometriosis
*Samartzis EP1, Samartzis N1, Noske A2, Fedier A1, Caduff R2, Fink D1, Imesch P1
1UniversitätsSpital Zürich, Klinik für Gynäkologie, Zürich, Schweiz; 2UniversitätsSpital Zürich, Institut für klinische Pathologie, Zürich, Schweiz
Introduction: G-protein coupled receptor 30 (GPR30) is a seven-transmembrane receptor suggested to be part of non-genomic estrogen responses that can, in contrast to the classic or genomic mode of ER action, occur rapidly within minutes. GPR30 mediated estrogen action is involved in multiple physiological processes, as well as pathological processes, as for example the proliferative effects of estrogen and tamoxifen in endometrial cancer cells. Since Estrogen action plays a key role in endometriosis and is partly mediated by GPR30 in a various number of physiological and pathological processes, the investigation of its expression in endometriosis could be of particular interest.
Methods: Immunohistochemical analysis for GPR30, ER-alpha, ER-beta and PR was performed on a tissue microarray including 74 endometriotic tissue samples of premenopausal women with following localisations (27 ovarian, 19 peritoneal, 28 deep infiltrating lesions). 30 samples of eutopic endometrial tissue served as a control in the same TMA.
Results: High cytoplasmic GPR30 expression was found in 50% (n = 30/60) of endometriotic epithelial cells, but in none (0/30) of the eutopic endometrial epithelial cells (p < 0.001). Furthermore cytoplasmic GPR30 was expressed significantly stronger in ovarian endometriosis (6/20, 70%; p = 0.01) than in peritoneal (9/18, 50%) and deep infiltrating endometriosis (15/ 22, 31.8 %). Nuclear GPR30 expression did not show a significant difference in endometrial lesion to normal endometrium.
Conclusion: Nongenomic GPR30 is known to be part of a signalling pathway inducing cell proliferation and migration. Its over expression in endometriotic lesion could play an additional role in the hormonal regulation of endometriosis an could represent a novel therapeutical target.

10. Berliner Endometriose Symposium

Endometriose und Adenomyose 2009

15.00 Uhr Begrüßung: A.D. Ebert, Berlin
Vorsitz: Julia Bartley, Berlin; R. Hannen, Berlin

15.00 – 15.20 Uhr (Neue) Gestagene in der Therapie der Endometriose und Adenomyose
Th. Römer, Köln

15.25 – 15.45 Uhr Chronische Schmerzen – effektiv therapiert
K.-W. Schweppe, Westerstede

15.45 – 16.05 Uhr Qualitätsentwicklung in der Endometriosebehandlung aus der Sicht der Betroffenen
Doreen Jackisch, Leipzig

16.05 – 16.25 Uhr Leitlinie Endometriose – potentielle Änderungen
U. Ulrich, Berlin

Vorsitz: K.-W. Schweppe, Westerstede; Gülden Halis, Berlin


17.00 – 17.20 Uhr Endometriose und Infertilität. Neue Hypothesen? Neue Therapien?
Gülden Halis, Berlin

17.20 – 17.40 Uhr Gibt es tatsächlich einen neuen nichtinvasiven Endometriose-Test auf neuronaler Grundlage?
Sylvia Mechsner, Berlin

17.40 – 18.00 Uhr Stoffwechsel der Endometriose – was sagt uns die GLUT-1 Expression?
Cordula v. Kleinsorgen, Berlin

18.20 – 18.40 Uhr Risiken und Komplikationsmöglichkeiten bei der radikalen Endometriosechirurgie – Was müssen Sie wissen? Worauf weisen wir Ihre Patientinnen hin?
A.D. Ebert, Berlin

18.40 Uhr Diskussion

8. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2009
  1. Deutscher Endometriose-Kongress 2009 Deutscher  Endometriosekongress
    Tagungsleitung: Prof. Dr. med. L. Kiesel
    Termin: 9. – 12. September 2009
    Tagungort: Münster

Schwerpunkte: „Endometriose, Sterilität, Menopause – Probleme der jungen und der reifen Frau in ihrem Lebenszyklus“

Kongressorganisation
Interplan
Albert-Rosshaupter-Str. 65
D-81369 München
Tel.: +49-(0)89-548234-0
Fax: +49-(0)89-548234-44
E-Mail: info@interplan.de
Website: www.interplan.de

Grußworte des Präsidenten und des Tagungssekretärs:
Endometriose bleibt in ihrer Entstehung und ihrem Verlauf eine rätselhafte Erkrankung. Da die Diagnose häufig nur im Rahmen einer Laparotomie oder Laparoskopie gestellt wird, sind konkrete Aussagen über Inzidenz und Verlauf der Erkrankung nur begrenzt möglich.
Die Endometriose ist inzwischen in der Europäischen Gemeinschaft als chronische Erkrankung weitgehend anerkannt und verdankt ihren Stellenwert als solche dem Erfolg der Bemühungen von Patientinnenvertretungen wie auch Fachgesellschaften. Auch in der Bundesrepublik hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) dieser Entwicklung Rechnung getragen und die Vertretung der Endometriose als Arbeitsgemeinschaft der DGGG gewürdigt.
Alle zwei Jahre wird der Deutsche Endometriose Kongress durch die Stiftung Endometriose Forschung und Europäische Endometriose Liga in Kooperation mit anderen Fachgesellschaften ausgerichtet. Unser Ziel ist, Fachleuten wie auch Betroffenen eine Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung auf höchstem Niveau zu geben.
Die häufigsten mit einer Endometriose im Zusammenhang stehenden Symptome sind Schmerzen bei der Regelblutung, chronische Unterbauchschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch die sozioökonomische Bedeutung durch medizinische Behandlung und Arbeitsausfall ist beachtlich. In einer Umfrage durch die Englische Endometriose Gesellschaft gaben 65 Prozent aller von einer Endometriose betroffenen Frauen an, dass sich die Erkrankung negativ auf ihr Berufsleben ausgewirkt hat. 10 Prozent der Frauen mussten ihre Arbeitszeit reduzieren und 30 Prozent konnten das gleiche Arbeitsverhältnis nicht fortsetzen. Neben diesen Aspekten der Erkrankung wird auch zu anderen verwandten Themen und auftretenden Krankheitsbildern eine Brücke geschlagen.
Aktuelle Daten zur Steuerung des Wachstums von Endometrioseherden wecken Hoffnung auf neue Therapiemöglichkeiten in der Behandlung von jungen und älteren Frauen.
Wir freuen uns, Sie in Münster im September 2009 begrüßen zu dürfen und wünschen uns, Sie neugierig gemacht zu haben auf Eindrücke des Spätsommers in der lebenswertesten Stadt der Welt 2004 (LivCom-Award), wie auch den Dialog im internationalen Expertenkreis

7. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2007
  1. Deutscher Endometriose-Kongress 2007
    Tagungsleitung: Prof. Dr. med. Dr. phil. A.D. Ebert
    Termin: 26. – 29. September 2007
    Tagungort: Berlin, Hotel Berlin, Lützowplatz 17, 10785 Berlin

Titel: „Endometriose, Gebärmutter & Fruchtbarkeit“

Informationen:
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH,
Markt 8; 007743 Jena
Tel: +49 3641 35 33 22 31
katharina.kaps@conventus.de
www.conventus.de/endometriose

Grussworte des Präsidenten:
Diagnose Endometriose – was bedeutet das für das Leben einer Frau und was ist dieser Diagnose schon vorausgegangen?
Die Endometriose ist eine gutartige gynäkologische Erkrankung, die in erster Linie mit verstärkten Regelschmerzen, vielleicht auch verstärkten Blutungen, Unterbauchschmerzen und -beschwerden, aber auch Schmerzen beim Stuhlgang, beim Wasserlassen oder bei der Sexualität einhergeht. Häufig ist sie auch mit einer ungewollten Kinderlosigkeit verbunden. Diese Symptome treten meistens nicht gemeinsam auf, aber es können Kombinationen verschiedener Symptome bei einer Patientin vorhanden sein. Deswegen ist es immer wieder wichtig, dass eine Menstruation, die zu Krankheitsgefühl, Bettlägerigkeit oder Medikamenten-Missbrauch führt, nicht normal ist und das erste Zeichen einer Endometriose, d.h. letztendlich eine Erkrankung der Gebärmutter und ihrer Anhänge, sein kann.
Häufig wird die Diagnose leider viel zu spät gestellt. Es gibt gute Daten aus Amerika und aus England, die besagen, dass in diesen Ländern nach Erstsymptomen die Diagnose erst 6 bis 8 Jahre später tatsächlich feststeht. In dieser Zeit kann diese gutartige Erkrankung natürlich weiter wachsen und die Beschwerden teilweise auch chronifizieren. In vielen Fällen haben Patientinnen auch bereits Operationen oder hormonelle Behandlungen hinter sich gebracht, insbesondere die Hormonbehandlung mit Pille oder GnRh-Analoga ist hoch wirksam, bedeutet jedoch, dass auch in das Feintuning des Körpers eingegriffen wird, was ungünstig ist, wenn man nicht weiß, um welche Erkrankung es sich tatsächlich handelt. Allein die Verdachtsdiagnose Endometriose rechtfertigt nicht, mit hochwirksamen Hormonpräparaten eine Therapie zu beginnen. Es ist sinnvoll, eine feingewebliche Absicherung anzustreben und hier ist nach wie vor der Goldstandard die Bauchspiegelung, bei der die Erkrankung nicht nur eindeutig diagnostiziert werden kann, sondern bei der auch Proben entnommen werden können und die Endometriose nach Möglichkeit komplett mit Schere, Ultraschall oder Laser entfernt werden sollte. Gleichzeitig kann die Eileiterdurchgängigkeit überprüft werden und die Gebärmutter auf Abnormalitäten abgesucht werden.
Wie in jedem Gebiet der Medizin ist es eindeutig klar, dass der größte Risikofaktor bei einer Erkrankung immer der erstbehandelnde Arzt bzw. der erstbehandelnde Operateur ist. Deswegen ist es in Deutschland inzwischen anerkannte Meinung, dass Endometriose-Operationen keinesfalls zu den Anfängeroperationen zählen, sondern dass insbesondere bei ausgedehnter Endometriose eine Operation nur mit ausgedehnten Ovarialcarcinom-Operationen vom technischen Anspruch her vergleichbar ist. In jedem Falle bewirkt die zunehmende Information der Frauen, insbesondere über Zeitschriften, Zeitungen und über das Internet, auch eine Sensibilisierung des Themas Endometriose, was ebenfalls für die Ärzteschaft zutrifft. Selbsthilfegruppen verbreiten ihre Erfahrungen, Kongresse geben diese an die Fachkollegen weiter, die Zusammenarbeit mit der forschenden Pharmaindustrie ist essentiell, weil es neben neuen Qualitätssicherungskonzepten auch neuer Medikamente bedarf, um die Behandlung der Endometriose oder gar ihre Früherkennung zu optimieren.
Die Endometriose wird heute als gutartige Erkrankung angesehen. Wenn man sich jedoch die Ausbreitungsmuster, d.h. die Absiedelungsorte und das biologische Verhalten dieser Erkrankung ansieht, kommt man nicht umhin, festzustellen, dass es möglicherweise doch einige Ähnlichkeiten zu Erkrankungen invasiven Charakters gibt. Die Endometriose bildet neue Gefäße, Nervenneueinsprossungen finden statt, die Zellen können hormonabhängig und hormonunabhängig wuchern, sich an anderen Organen festsetzen und in diese hineinwachsen – dies sind Eigenschaften, die wir sonst nur von Tumoren kennen, und die in manchen Fällen, z.B. bei Darm- oder Blasenbefall, auch zu ausgedehnten Operationen führen.
Ungeachtet dessen ist die Endometriose keine Krebserkrankung. Hier an dieser Schnittstelle zwischen Gutartigkeit und Bösartigkeit setzen viele Forschungsprojekte an, die sich unter dem Sammelbegriff „translationale Forschung“ in den letzten Jahren entwickelt haben. Hormonrezeptoren, die Expressionen von Nerven und anderen Wachstumsfaktoren, die Signaltransduktion innerhalb von Endometriosezellen, ihre Hormonabhängigkeit, ihr biologisches Invasionsverhalten und viele andere biologische Faktoren werden derzeit in Bezug auf ihren Nutzen für neue Diagnose- oder Therapieverfahren untersucht.
Die Zahl der Publikationen über Endometriose auf den Gebieten der klinischen und Grundlagenforschung nimmt stetig zu, was Ausdruck eines Problembewusstseins unter klinischen und experimentiellen Forschern ist. Diese Entwicklung muss unbedingt unterstützt werden, da auf allen Gebieten der Forschung neue Ansätze verfolgt oder geschaffen werden müssen. Dies betrifft zum Einen die bereits genannte Grundlagenforschung, die angewandte Grundlagenforschung, die klinische Forschung, die Untersuchung neuer diagnostischer Möglichkeiten, aber auch die Untersuchung der Lebensqualität, der Sexualität, der psychosomatischen Veränderungen bis hin zu Fragen der Rehabilitation und der Wiedereingliederung, der Chronifizierung von Schmerz und der Kinderwunschsituation.
Auf diesen Gebieten bedarf es der breiten gesellschaftlichen Unterstützung, die nicht nur durch die Forschung oder Industrie gewährleistet werden kann, oder durch Kliniken und Selbsthilfegruppen, sondern insbesondere auch durch die Gesundheitspolitik. Es muss klar werden, dass das Problem Endometriose ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, an dem alle Beteiligten als Partner auf das eine Ziel hinarbeiten sollten – die Ausrottung dieser Erkrankung durch Prävention. Insbesondere der Politik und den Krankenkassen kommt hier eine maßgebliche Rolle zu, da sich diese Institutionen an Schnittstellen befinden, die eine Koordination und Bündelung der Kräfte ermöglichen.
Der finanzielle Background für die Erforschung dieser enigmatischen Erkrankung ist nach wie vor außerordentlich gering, wenn man dies mit onkologischen Erkrankungen vergleicht. Hier bleibt jedoch festzuhalten, dass man Krankheitsbilder natürlich nicht gegeneinander aufwiegen kann. Geht man jedoch von 1,5 bis 2 Millionen Patientinnen mit Endometriose aus und weiß man, dass es in mindestens 30 Prozent dieser Fälle zu Arbeitsausfällen von mehr als 10 Tagen pro Jahr kommt, berücksichtigt man, dass allein in Berlin 1000 Patientinnen mit der Diagnose Endometriose operiert werden und bedenkt man, dass diese Erkrankung durchaus als chronische Erkrankung verstanden werden kann, so wird schnell klar, dass für Endometriose bisher eindeutig zu wenig Initiative und Engagement aufgewendet wurde.
Es ist klar zu wünschen, dass seitens der politisch Zuständigen, der Krankenkassen, der Industrie, der Selbsthilfegruppen, der Rehabilitationseinrichtungen und der klinischen und Grundlagenforscher Task Forces gebildet werden, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Endometriose-Forschung, der Europäischen Endometriose-Liga, der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. und anderen Arbeitsgemeinschaften die Qualität der Diagnostik und Behandlung, aber auch der Forschung auf allen Gebieten koordinieren.
Dazu bietet der 7. Deutsche Endometriose-Kongress ein hervorragendes Podium.
Von Seiten der Betroffenen und der Mediziner, die sich mit Endometriose beschäftigen, wurden selbstständige erste Schritte bereits unternommen. In diesem Zusammenhang sei auf die Erarbeitung von Qualitätskriterien für eine Zertifizierung als Endometriosezentrum der verschiedenen Levels sowie auf die Erarbeitung von Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Endometriose hingewiesen. Diese Schritte müssen jetzt auch ökonomisch flankierend von anderen Partnern unterstützt werden. Es ist ein Anachronismus, dass im Europa des 21. Jahrhunderts Millionen Frauen nach wie vor unter einer gutartigen Erkrankung leiden, die ihnen ihre besten Jahre in Bezug auf Lebensqualität, die Möglichkeit Kinder zu bekommen, aktiv an der Gesellschaft gestaltend mitzuwirken oder ihre Sexualität auszuleben, hemmt. Das Europäische Parlamenthat dazu bereits Stellung genommen und Partner aus der Medizin gefunden. Gerade diese Schritte weisen darauf hin, dass hier in Deutschland ausgeprägter Handlungsbedarf besteht, um die guten Potentiale, die bereits vorhanden sind, europäisch beispielhaft auszuweiten.

  1. Posterpreis Kongress 2007

Folgende Arbeiten wurde mit Posterpreisen ausgezeichnet:

  1. Die Sicherheit der laparoskopisch assistierten Uterusbiopsie (LAUB) zur intraoperativen Diagnostik der Adenomyosis uteri
    Dakkak R1, Stein S-E1, Mechsner S2, Herbst H1, Halis G2, Ebert AD1/2

1) Endometriosezentrum Berlin Level III, Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin, Vivantes-Humboldt-Klinikum, Am Nordgraben 2, 13509 Berlin; 2) Endometriosezentrum Charite, CBF, Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin

Ziel: Die Adenomyosis uteri stellt aktuell ein diagnostisches und therapeutisches Problem dar. Ziel der Untersuchung war es die Sicherheit der laparoskopisch assistierten Uterusbiopsie zu evaluieren.

Material und Methode: Es erfolgte die retrospektive Analyse von 73 Patientinnen, die im Zeitraum von April 2006 bis März 2007 in unserer Klinik operiert und mit Hilfe einer Bard-Magnum-Biopsie-Nadel im Sinne einer LAUB biopsiert wurden. Bei allen Patientinnen bestand aufgrund von Anamnese, präoperativer Untersuchungen und/oder intraoperativ-makroskopischem Befund der Verdacht auf eine Adenomyosis uteri. Postoperativ erfolgte zum Ausschluss eines intramuralen Hämatoms eine Vaginalsonographie.

Ergebnisse: Es wurden pro Patientin im Mittel 2-3 Stanzzylinder entnommen. Sie erhielten durchschnittlich 6 I.E. (0 – 12 I.E.) Oxytocin. Bei 13 der 72 Patientinnen (18%) konnte histologische eine Adenomyosis nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang für das rASRM- Stadium I in 23%, für Stadium II in 8%, für Stadium III in 38% und für Stadium IV in 8% der Fälle. Bei zwei Patientinnen (3% des Gesamtkollektives) wurde postoperativ ein kleines, klinisch nicht relevantes Hämatom der Uteruswand diagnostiziert. Temperaturen oder Blutungen traten nicht auf.

Fazit: Die laparoskopisch assistierte Uterusbiopsie kann prinzipiell als sicheres, einfaches Verfahren zur histologischen Sicherung der Adenomyosis uteri angesehen werden. Es müssen weitere Möglichkeiten evaluiert werden, um die Treffsicherheit und damit die Aussagekraft steigern. In Frage kämen präoperative MRT-Unter-suchungen bzw. die intraoperative Vaginalsonografie.
Literatur/Korrespondenz: andreas.ebert@vivantes.de

  1. Stadiengerechte Operation der Darmendometriose

Frevel AK1, Tank M1, Probst W2, Schweppe K-W1 1Ammerlandklinik GmbH, Frauenklinik, Westerstede; 2Ammerlandklinik GmbH, Abteilung Allgemeinchirurgie der chirurgischen Klinik, Westerstede
Fragestellung: Welche operative Radikalität ist für die verschiedenen Schweregrade bei Darmendometriose notwendig?

Hintergrund: Die allgemein akzeptierte Klassifikation für die Endometriose stammt von der ASRM und berücksichtigt nur die peritonealen und ovariellen Erkrankungsformen nicht aber den tief infiltrierenden Typ. Für diese retroperitoneal wachsenden Herde entwickelte die Stiftung Endometriose-Forschung eine differenzierte Klassifikation (ENZIAN) zur Deskrip­tion der Befunde und zum Vergleich der Therapieergebnisse (Tuttlies u. Mitarb. 2005). Wir vertreten eine dem Schweregrad der Endometriose angepasste operative Radikalität. Bei Be­fall der Seromuskularis des Colon oder der Muskularis des Rektums ohne Infiltration der Mu­kosa ist eine mukosa saving resection (MSR) anzustreben. Bei Infiltration aller Darmwand­schichten ist eine „disk resectiondurchzuführen und bei ausgedehntem, stenosierendem Be­fall ist eine Segmentresektion unter Schonung des Mesenteriums bei darmwandnaher Resek­tion mit Anastomose möglich.

Material und Methode: Die retrospektive Analyse von 32 Operationsberichten und histologischen Befunden von Pati­entinnen, die in den Jahren 2006 bis 2007 in unserer Klinik behandelt wurden, ist Grundlage dieser Untersuchung. Schweregrad der Endometriose anhand des intraoperativ festgelegten ENZIAN-Stadiums, eventuelle Multifokalität, Operationsart, Operationsdauer, intra- und postoperative Komplikationen wurden erfasst.

Ergebnisse: Je nach Ausdehnung der Darmendometriose (Volumen des Tumors, laterale Aus­dehnung und kaudale Ausdehnung) ist ein unterschiedliches Operationsverfahren durchzu­führen. In 21 Fällen wurde eine Segmentresektion mit End-zu-End-Anastomose (handgenäht oder Stapler-Anastomose), in 3 Fällen eine Disk-Resektion und bei 8 Patientinnen eine MSR durchgeführt. Diese Pilotuntersuchung zeigt,

  1. dass die ENZIAN-Klassifikation für die Situsbeschreibung in der klinischen Praxis geeignet ist und für prospektive Vergleichsstudien über verschiedene Operationstech­niken bei tief infiltrierender Endometriose angewendet werden sollte, und
  2. dass eine individuelle, dem Schweregrad der Endometriose angepasste, operative Radikalität zur Behandlung der Darmendometriose adäquat ist.

Literatur: Tuttlies, F., Keckstein, J., Ulrich U, Possover, M, Schweppe, K.-W., Wustlich M. u. Mitarb.: ENZIAN-Klassifi­kation der tief infiltrierenden Endometriose. Zentralbl. Gynäkol. 127(2005)275

  1. Die Rolle von Twist beim invasiven Wachstum der Endometriose
    Juelicher A1, Bartley J1, Hotz B2, Arndt M2, Hotz H2, Ebert AD3
    1Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Gynäkologie mit Schwerpunkt gynäkologischer Onkologie, Berlin; 2Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Chirurgische Klinik I, Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Berlin; 3Vivantes Humboldt-Klinikum, Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin, Babyfreundliches Krankenhaus der WHO/UNICEF, Endometriosezentrum Berlin Stufe III, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Berlin
    Einleitung: Endometriose (EM) ist eine gutartige Erkrankung von Frauen im reproduktiven Alter. EM teilt jedoch Charakteristika mit malignen Tumoren wie potentiell invasives und metastasierendes Wachstum. Die epitheliale mesenchymale Transition (EMT) ist eine wichtige Voraussetzung für invasives und metastatisches Wachstum von malignen Tumoren. Die EMT führt zur Auflösung des Zell-Zell-Kontakts: die Zellen werden migrationsfähig. Ein wichtiger Faktor für die EMT ist der embryonale Transkriptionsfaktor Twist. Twist reguliert die Expression der Adhäsionsmoleküle E- und N-cadherin: die Hemmung von E-cadherin sowie Induktion von N-cadherin befähigt die Zellen letztendlich zur Migration. Eine N-cadherin-Expression geht mit einem erhöhten invasiven und metastatischen Potential und einer verschlechterten Prognose bei malignen Erkrankungen einher. Eine Twist-Expression wurde bereits in einigen malignen Tumoren u.a. dem Endometriumcarcinom, nachgewiesen. Die Twist- und N-cadherin-Expression soll durch Immunhistochemie (IHC) an EM-Läsionen und RT-PCR von EM- Primärzellkulturen untersucht werden.

Material /Methode: Die Expression von Twist und N-cadherin wurde mittels IHC an 38 EM-Läsionen untersucht. Mittels RT- PCR wurden 7 EM- Primärzellkulturen auf Twist und N-cadherin untersucht.

Ergebnis: 7 Primärzellkulturen wiesen in der RT-PCR Twist- und N-cadherin-Expression auf. Immunhistochemisch ließ sich in 100% der rectovaginalen, peritonealen Herde sowie in den ovariellen EM eine Färbung von Twist nachweisen. In 60% der Adenomyosis uteri konnte eine Twist-Färbung gesehen werden. N-cadherin konnte in 100% der Schnitte von peritonealen, ovariellen EM und Adenomyosen nachgewiesen werden, sowie in 89% der rectovaginalen Läsionen.

Schlussfolgerung: Der Nachweis von Twist und N-cadherin bietet eine mögliche Erklärung für das invasive Wachstum und die metastasierende Potenz von EM-Läsionen. Dazu passt die in anderen Studien nachgewiesene Regression von E-cadherin im EM-Gewebe, an der Twist möglicherweise ebenfalls beteiligt ist. Es wäre denkbar, dass die gezielte Regulierung des Transkriptionsfaktors Twist einen neuen Therapieansatz zur Hemmung metastatischen Wachstums und damit zur Verbesserung der Prognose maligner Erkrankungen, aber auch von EM, beitragen kann.

6. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2005
  1. Deutschsprachiger Endometriose Kongress
    28. September – 1. Oktober 2005

Der 6. deutschsprachige Endometriose Kongreß fand in Villach/Österreich unter der Leitung von Prof. Keckstein statt.

Sekretariat der Frauenklinik
Landeskrankenhaus Villach
Nikolaigasse 43
A – 9500 Villach
Tel.: +43 4242 – 208 2392
Fax: +43 4242 – 208 2307
Email: gyn-abteilung@lkh-vil.or.at

Mehr als 600 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und auch aus Italien und Slowenien erlebten einen abwechselungsreichen, wissenschafltich interessanten Kongreß, auf dem die Kommunikation zwischen Patientinnen und Ärzten intensiv gefördert wurde. Das Team um Prof. Keckstein leistete Großartiges in der Organisation, als Gastegeber, im Operationssaal und auch im gelungenen Rahmenprogramm.

Dokumente und Dateien

IX World Congress on Endometriosis 2005

IX World Congress on Endometriosis

Organisation:
Profs. J. Evers, G. Dunselman, P. Groothuis, T. de Goeij
Department of Obstetrics and Gynaecology
Department of Pathology
University of Maastricht
The Netherlands

Mehr als 600 Teilnehmer aus 28 Nationen erlebten einen wissenschaftlich interessanten Kongress, auf dem die Beiträge aus Brasilien und Asien dominierten, aber auch aus den USA und den Ländern Europas zahlreiche Vorträge und Poster zum Erfolg beitrugen.

6. Berliner Endometriose Symposium
  1. Berliner Endometriose-Symposium

Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen,
ich möchte Sie nach den lebhaften Diskussionen auf unseren vergangenen Treffen im Namen des Endometriosezentrums Berlin und der gesamten Klinik für Gynäkologie der Charit6 im Campus Benjamin Franklin erneut ganz herzlich zum Vl. Berliner Endometriose-Symposium zur Fortsetzung unseres intensiven Dialoges einladen.
Dank der Unterstützung durch die Firma Takeda Pharma, durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Deutsche Endometriose Kompetenz‑ und Experten‑Netzwerk (DEKEN) ist es uns in enger Kooperation mit der Stiftung Endometriose-Forschung (SEF) erneut gelungen, namhafte Referenten für Sie zu gewinnen. Neu am Vl. Berliner Endometriose-Symposium ist die Einführung der „John‑Albert‑Sampson‑Vorlesung“, die ab sofort an führende nationale und internationale Vertreter aus der klinischen Endometriose-Forschung vergeben wird. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt die Einführung der Robert‑Meyer‑Vorlesung“, deren Schwerpunkt auf dem Gebiet essentieller Erkenntnisse der Grundlagenforschung liegen wird.
Wir haben auch diesmal interessante Themen aus der Forschung und vor allem aus dem klinischen Alltag zusammengestellt, die Ihr Interesse und Ihre Freude an der Diskussion wecken dürften. Andererseits erhoffen wir uns als Organisatoren wertvolle Hinweise aus Ihrer Praxis, unverblümte Kritiken und insbesondere die Vertiefung und Erneuerung der zahlreichen persönlichen und beruflichen Kontakte. Gerade im Zeitalter der stringenten Ökonomisierung der Medizin sind die „kurzen Wege“ basierend auf persönlichem Vertrauen und menschlichem Engagement für uns, egal ob in der Praxis oder in der Klinik, für die optimale Betreuung unsere Patientinnen so wichtig wie nie zuvor. Das traditionsreiche Rathaus Schöneberg liefert im 90. Jahr seines Bestehens das Ambiente, welches uns die Möglichkeit geben wird, aktuelle Fragen zu besprechen, alte Antworten zu überdenken und eventuell neue Perspektiven zum Wohle unserer Patientinnen zu entwickeln.

Zum Abschluss freuen wir uns ausserordentlich, Ihnen bereits heute mitteilen zu können, dass das Endometriose-Zentrum Berlin der Charité auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg mit der Ausrichtung des Deutschen Endometriose-Kongresses 2007 in Berlin betraut wurde. Diese Anerkennung wäre durch Ihre jahrelange Unterstützung unserer Arbeit und Ihre individuelle Kooperation mit unserem Team nicht möglich gewesen!

Ihr

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. phil. A.D. Ebert und das Team des Endometriosezentrums Berlin

 

  1. Berliner Endometriose-Symposium

Progamm:

15:00 Uhr
Begrüßung A.D Ebert, Berlin

15:15 Uhr
John-A.-Sampson Vorlesung:

Operative Therapiestrategien bei schweren Endometriose.
A. Schneider, Berlin

16:00 Uhr
Neues aus der Forschung
16:00 Endometriose als Stammzelerkrankung.
A. Starzinski-Powitz, Frankfurt
16:30 Neurotropismus der Endometriose
J. Schwartz & S. Mechsner, Berlin
16:45 MRT, Adenomyose und Fertilität
S. Kissler, Frankfurt

17:30 Uhr
Für die Praxis
17:30 Rationelle GnRH-Analogtherpie
J. Kleinstein, Magdeburg
18:00 Rationeller Einsatz oraler Kontrazeptiva
J. Bartley und A.D Ebert, Berlin
18:30 Perspektiven der Endometriosebehandlung
G. Halis und J. Thode, Berlin
19:00 Endometriose und Krebs
U. Ulrich, Bonn
Diskussion

Expertenworkshop Erlangen - 2004

Expertenworkshop molekulare Grundlagenforschung der Endometriose

Samstag, 13.03.2004
Frauenklinik ‑ Bibliothek Universität Erlangen
Universitätsstraße 21‑23 91054 Erlangen
Tel. 09131‑85‑33553

9.00‑9.20 Endometriosis ‑ the need to improve the understanding of the lesion‑forming cells.
Starsinski‑Powitz A., Frankfurt/ Main

9.20‑9.40 Endometriose und InfIammation
Kaufmann U., Berlin

9.40‑10.00 Inflammatorische Regulationsmechanismen bei Endometriose – Charakterisierung des Chemokinrezeptors CCR‑1 in Peritonelmakrophagen von Patientinnen mit und ohne Endometriose
Hornung D., Lübeck

10.00‑10.20 Angiogenese bei der Endometriose: Morphologische Untersuchungen zur Mikrogefäßarchitektur.
Greb, R., Münster

10.20‑10.40 We compared microvessel density of endometriotic lesions to endometrium of patients with endometriosis and of healthy controls.
Wenzl R., Wien

10.40‑11.00 Hormonstatus in Serum und Douglasflüssigkeit bei Endometriosepatientinnen
Renner St ., Erlangen

11.30‑11.50 Molekulare Klassifikation der Endometriose durch Genexpressionsprofile
Kissler St., Frankfurt

11.50‑12.10 Polymorphismen des Östrogenrezeptors Alpha und Beta in Endometriose.
Strick R., Erlangen

12.10‑12.30 Einfluss von GnRh auf Endometrioseläsionen.
Strissel P., Erlangen

12.30‑12.50 Nachweis von Viren in Endometrioseläsionen.
Oppelt P., Erlangen

5. Deutschsprachiger Endometriosekongress 2003

Vom 26. – 27. September 2003 veranstalteten die Stiftung Endometriose-Forschung und die Frauenklinik Ammerland in Zusammenarbeit mit der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. den Deutschsprachigen Endometriose-Kongress in Westerstede in den Tagungsräumen des Hotel Voss.

Leitung: Prof. Dr. med. K.-W. Schweppe

In der abschließenden Round-Table Diskussion wurden Empfehlungen für die Praxis zu folgenden Themen formuliert:
Richtlinien für die Praxis
1. zur Differentialdiagnose und zur Optimierung der Diagnostik (klinisch, endoskopisch, biochemisch, mikroskopisch)
2. zur Behandlung von
– endometriosebedingte Schmerzen
– endometriosebedingte Sterilität
– tief infiltrierende Endometriose
– chronisch rezidivierende Endometriose
Teilnehmer:
Brons, M., Leer; Bühler, K., Langenhagen; Ebert, A.D., Berlin; Felberbaum, R., Lübeck; Göretzlehner, G., Rostock; Jackisch, D., Leipzig; Jurk, I., Leipzig; Keckstein, J., Villach; Kiesel, L., Münster; Lampe, A., Leipzig; Mettler, L., Kiel; Neis, K., Saarbrücken; Schindler, A.E., Essen; Schweppe, K.-W., Westerstede

 1. Diagnose-Test
Ein medikamentöser Test ist empfehlenswert:
1. Orales Kontrazeptivum vom Kombinationstyp (KOK-Test) mit niedriger Östrogendosis und einem Gestagen mit niedriger Transformationsdosis (potent am Endometrium) für 3 Monate. Falls Dysmenorrhoe persistiert: KOK in höherer Dosierung. Falls nach 3 Monaten immer noch kein Erfolg: Pelviskopie! – nach Schweppe findet man dann in > 50% aktive Endometriosen.
2. GnRH-Analogon-Test: Wenn nach 3-monatiger Applikation eines Depotpräparates die Beschwerden unverändert persistieren, ist eine Endometriose unwahrscheinlich – von den Teilnehmern vor allem bei Rezidiv-Verdacht diskutiert

2. Laparoskopie
Detailliertes Staging
– Klassifikation nach der rASRM für peritoneale und ovarielle Endometriose
– ENZIAN Klassifikation für tief infiltrierende Endometriose
– Lokalisation
– Aktivitätskriterien
sind Standard und histologische Sicherung ist zwingend, da alleinige Makroskopie zu oft zu Fehldiagnosen führt ( Abb. 3. u. 4 ).
Blaulicht-Pelviskopie ist noch durch Studien zu validieren.

3. Optimierung der Diagnostik
a. Anamnese: Da bei Verwandtschaft I° das relative Erkrankungsrisiko ca. 4-fach erhöht ist, muss bei unklaren Bauchschmerzen und Menstruationsbeschwerden eine Familienanamnese erhoben werden.
b. Diagnose: Der gynäkologische Untersuchungsbefund ist nur bei speziellen Lokalisationen richtungsweisend. Da Laborparameter einschließlich des CA-125 uncharakteristisch sind und auch die Vaginalsonographie zu unspezifisch ist (s. Tab.), kann eine Diagnosesicherung zurzeit nur durch Pelviskopie mit Histologie erfolgen.

4. Differentialdiagnose
Da die Beschwerden einer Endometriose unspezifisch sind (Abb. 1) und oft von der Lokalisation abhängen, muss bei persistierender Dysmenorrhoe, rezidivierender Adnexitis, Verdacht auf Appendizitis, rezidivierender Zystitis ohne Bakteriurie und unklaren Bauchschmerzen immer differentialdiagnostisch an Endometriose gedacht werden!

Behandlungsempfehlungen:
1. Behandlungsmöglichkeiten bei Ovarialendometriomen
Ob überhaupt und ab welcher Größe eine medikamentöse und operative Therapie sinnvoll ist, wurde kontrovers diskutiert. Literaturdaten zeigen für die von Donnez favorisierte Drei-Phasen-Therapie die niedrigste Rezidivrate (Abb. 7). Mehrheitlich wurden folgende Aussagen unterstützt:
a. Zur Diagnostik immer Histologie nötig (cave: Funktionszysten!)
b. Bei Beschwerden:
i. Operative Entfernung im Gesunden
ii. Nach medikamentöser Vorbehandlung bei großen Zysten
iii. Erhalt von gesundem Ovarialgewebe fast immer möglich
c. Bei Rezidiv:
i. Ohne Beschwerden und < 5 cm: Beobachtung, medikamentöser Progressionsstop ?
ii. Mit Beschwerden und > 5 cm: operative Sanierung; Dauerprophylaxe durch orales Kontrazeptivum ? Ovarektomie ?

2. Behandlung der chronisch rezidivierenden Erkrankung
Die Endometriose neigt zu Rezidiven. Die Rezidivrate ist stadienabhängig. Fünf Jahre nach medikamentöser und/oder operativer Therapie haben Frühstadien bis zu 30% aber fortgeschrittenen Fällen bis zu 90% erneut Probleme. Insofern charakterisieren oft wiederholte Operationen und medikamentöse Behandlungsversuche das individuelle Krankheitsschicksal. Bei nur kurzen rezidivfreien Intervallen und aktiven Erkrankungsformen kann eine medikamentöse Dauertherapie flankiert von Schmerztherapie, physikalischen Massnahmen und Umstellung der Lebensweise sinnvoll sein.
Folgende Behandlungsmöglichkeiten sind erprobt (Abb. 9):
1. Langzyklus- oder der kontinuierlichen Einnahme von oralen Kontrazeptiva des Kombinationstyps
2. niedrig dosierte Gestagentherapie
3. suffiziente medikamentöse Suppression der Ovarien durch GnRH-Agonisten in Depotform mit add-back Medikation entweder kontinuierlich oder intermittierend.

 3. Behandlungsmöglichkeiten bei Sterilität
Bisher liegen keine Studien mit hohem Evidenzlevel vor, die eine Verbesserung der Fertilität durch eine alleinige medikamentöse Therapie belegen. Für die laparoskopische operative Behandlung belegt eine prospektiv randomisierte Multizenterstudie, dass die Entfernung der Endometriose die Schwangerschaftsraten signifikant verbessert (Macoux u. Mitarb. New Engl. J. Med. 1997)
Für die Praxis erscheint folgendes Schema (Abb. 6) praktikabel.

4. Behandlungsmöglichkeiten bei tief infiltrierender Endometriose
Prospektive Studien mit ausreichend großen Fallzahlen sowie radomisierte Untersuchungen fehlen. Von den erfahrenen Operateuren wurden folgende Aussagen unterstrichen.
1. Zur Diagnostik immer histologische Klärung ( cave: Karzinom! )
2. Bei Beschwerden: operative Entfernung im Gesunden (Organteilresektion, Disk-Resektion, schleimhautschonende Resektion, Anastomose)
3. Ohne Beschwerden: Beobachtung (palpatorisch und/oder sonographisch gut kontrollierbar s. Abb. 8)
4. Bei Progression: operative Entfernung – Progressionstop durch medikamentöse Therapie ?
5. Bei Rezidiv: operative Entfernung; symptomatische Dauermedikation

5. Behandlungsmöglichkeiten bei endometriosebedingten Schmerzen
Nach erfolglosem KOK-Test besteht eine klare Indikation zur diagnostischen Laparoskopie, wobei in gleicher Narkose eine endoskopische Sanierung der Endometriose oft möglich ist (Schema Abb. 5) Bei aktiver Endometriose (nach makroskopischen und mikroskopischen Kriterien) ist eine medikamentöse Therapie indiziert.
Bei Rezidivbeschwerden (andere Ursachen sind differentialdiagnostisch ausgeschlossen) sind symptomatische Maßnahmen sinnvoll; erst bei deren versagen eine erneute Laparoskopie.

 

Vom 26. – 27. September 2003 veranstalteten die Stiftung Endometriose-Forschung und die Frauenklinik Ammerland in Zusammenarbeit mit der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. im Rahmen des Deutschsprachigen Endometriose-Kongress in Westerstede in den Tagungsräumen des Hotel Vosses einenPatientinnen-Workshop.

Leitung: Schweppe

Ergebnisse des Patientinnen-Workshops

Ein Patientinnen-Workshop wurde von den Selbsthilfegruppen organisiert und erarbeitete „Erwartungen der betroffenen Frauen an die ärztliche Behandlung“.
Folgende Problemfelder in den Bereichen Kommunikation, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Aus- und Fortbildung sowie Gesundheitspolitik wurden formuliert.

Aus- und Fortbildung:

  1. Überarbeitung des Lehrstoffes an den Universitäten
  2. Information und Weiterbildung von niedergelassenen Gynäkologen /-innen durch Endometriose – Fortbildungsseminare
  3. Fortbildungspflicht für Ärzte /-innen
  4. Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte /-inen, Patientinnen und Partner
  5. Verpflichtung zur Teilnahme an Endometriose – Fortbildungsseminaren für Frauenärzte /-innen.
  6. Grundausbildung „Endometriose“ für alle Gynäkologen /-innen.

Gesundheitspolitik

Anerkennung als chronische Krankheit

Ausreichende Zeit für Rekonvaleszenz nach Operationen (ohne Druck durch Krankenkassen und medizinischen Dienst)

Adäquate Anerkennung der Anträge auf Minderung der Erwerbsfähigkeit bis hin zur Schwerbehinderung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

  1. Informationen an meinen Frauenarzt bezüglich meines Krankheitsbildes, meiner Befunde und Probleme von der diagnosestellenden Klinik in aussagefähigem Umfang
  2. Kenntnis von Rehabilitationsmöglichkeiten
  3. Information über und Hinweis auf „Endometriose – Vereinigung Deutschland e.V.“ auf Endometriose – Zentren und spezialisierte Ärzte /-innen
  4. Hilfe (Beratung und Betreuung) bei Kinderlosigkeit; in IVF-Programmen nicht als „Nummer“ behandelt werden
  5. Anerkennung und Einbeziehung von ganzheitlichen Therapieansätzen
  6. Zusammenarbeit der verschiedenen notwendigen Fachärzte (keine Doppelbefunderstellung)
  7. Angemessene Schmerztherapie
  8. Berücksichtigung psychosomatischer Aspekte, ohne die Patientin als „neurotisch“ abzustempeln
  9. „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Selbstbewusstsein)

Kommunikation

  1. Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Arzt/Ärztin und Patientin
  2. Konkrete Äußerung zum vorhandenen „Zeitfenster“ für die Patientin
  3. Rechtzeitiges Aufklärungsgespräch vor Operationen – auch die Ängste der Patientin berücksichtigen!
  4. Bessere Aufklärung der Patientin und gegebenenfalls des Partners in den Praxen die niedergelassenen Frauenärzte /-ärztinnen.
  5. Unterstützung der Selbsthilfegruppe vor Ort
  6. Möglichkeit zu regelmäßigen Beratung und Betreuung durch die behandelnde Fachklinik und ausreichend zeit für Gespräche
  7. Durch Arzt und Patientin gemeinsame Aufstellung eines Behandlungsplans (individuelle Lebenssituation berücksichtigen)
  8. Einsichtnahme in die Patientenakten durch die Patientin
  9. „Notdienst“ für Schmerzpatientinnen (Ernstnehmen der Beschwerden!)
5. Berliner Endometriose-Symposium

Am 6. Februar 2004 fand das 5. Berliner Endometriose-Symposium statt.

Leitung: Priv. Doz. Dr. med. Dr. phil. A. Ebert

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Endometriose ist eine extrem häufige und trotzdem vielfach unterschätzte Frauenkrankheit. Die Symptomatik ist vielschichtig, die Diagnostik und auch die Therapieansätze sind komplex und lassen sich nicht in „Schemata“ pressen. Wir sehen jeden Tag an unseren Patientinnen, dass die Endometriose eine Erkrankung ist, die einen hohen Leidensdruck erzeugen kann. Die Erkrankung bleibt von menschlicher, medizinischer aber auch volkswirtschaftliche Relevanz.
Am Anfang des Jahres freuen wir uns, Sie zum V. Berliner Endometriose-Symposium einzuladen. Es ist uns gelungen, mit Herrn Prof. Arici von der Yale-Universität und Herrn Prof. Leyendecker zwei international führende Referenten zu gewinnen, die Sie mit den neuesten Entwicklungen der Endometrioseforschung und Ätiologie vertraut machen werden. Im zweiten Block der Veranstaltung stehen klinische Aspekte im Vordergrund, mit denen wir täglich konfrontiert werden: Die Kinderwunschtherapie der jungen Endometriosepatientin, die Schmerzproblematik und – nicht zu vergessen – die Problematik der Rehabilitation unserer Patientinnen.
Auch dieses Symposium findet mit großzügiger Unterstützung des Deutschen Endometriose-Kompetenz- und Experten-Netzwerkes (DEKEN) sowie der Fa. Takeda Pharma Deutschland statt, bei denen wir uns außerordentlich bedanken. Wir wünschen uns allen im Anschluss an die Veranstaltung eine kritische und fruchtbare Diskussion zwischen Ihnen, den Kolleginnen und Kollegen der Charité-Frauenklinik im Campus Benjamin Franklin sowie den Referenten

Programm

Aus der Wissenschaft:

Neue Theorien zur Endometriose-Ätiologie Immunologie der Endometriose – inkl. Diskussion –
A. Arici, Yale University, USA

Die Rolle des NF-KB in der Pathogenese der Endometriose
G. Halis, Charité, Campus Benjamin Franklin

Endometriose und Adenomyose — das Archimetra-Konzept
G. Leyendecker, Frauenklinik Darmstadt

Gibt es Hinweise für metaplastische Zellen im Endometriose-Stroma
S. Mechsner, Charité, Campus Benjamin Franklin

Für die Praxis:

Kinderwunsch, Schmerztherapie & Rehabilitation Behandlungsstrategien bei Kinderwunsch
A. Tandler-Schneider/ H. Kentenich, Fertility Center, Berlin

Kleiner Befund, große Schmerzen – Neurotropismus der Endometriose
J. Schwarz, A.D. Ebert, Charité, Campus Benjamin Franklin

Neue Studien und Ergebnisse zu COX-2 und GnRH-Analoga
J. Bartley, A.D. Ebert, Charité, Campus Benjamin Franklin

Innovative Schmerztherapie-Strategien
A. Kopf, Charité, Campus Benjamin Franklin

Rehabilitation bei der Endometriose
E. Becherer, Rheingau-Taunus-Klinik, Bad Schwalbach